Laila Forster in Vientiane
Laos, Stagiaire (MAZ/DEZA)

Zollikerberg meets Vientiane: Das Swisslaos Hospital Project

Als freier Journalist mit Basis Vientiane zu arbeiten hat so seine Tücken. Niemand interessiert sich wirklich für das Land. Das ist verständlich, it’s backwater, für den Westen ökonomisch uninteressant. Alle rennen zur Zeit nach Burma und China ist sowieso wichtiger. Um eine Geschichte irgendwo in ein Schweizer Blatt zu hieven muss man harte Sisyphus-Arbeit leisten. Als Honorar gibts dann Hungerlöhne (nach Schweizer Standard, nach Lao Standard entspricht eines zweieinhalb Monatslöhnen).

Regionalität ist eine Trumpfkarte, die man ausspielen muss. So ergaben sich zwei Texte über das Swiss Laos Hospital Project: Ein Porträt über die Krankenschwester Laila Forster erschien in der Südostschweiz (einmal in der Gaster/See-Ausgabe und eine Woche später nochmals im Glarner-Split) und eines über die Hebamme Marie-Louise Rubin in denSchaffhauser Nachrichten (ja, die drucken tatsächlich schwarz-weiss). Wie es der Zufall so wollte, kam ich im November etwa gleichzeitig hier an wie das ganze Team, das zweimal im Jahr für einige Wochen hier ist. So entstand auch noch ein Text in der Vientiane Times. Hier sind alle:

Laila Forster in der Südostschweiz: 
“In den Ferien setzt sie sich in Laos ein

Marie-Louise Rubin in den Schaffhauser Nachrichten:
Die laotischen Kinder schreien nie

News in der Vientiane Times:
Over 7 tonnes of medical supplies from Switzerland arrive in Vientiane

Ich habe das Kernteam – die meisten arbeiten auf der Neonatologie im Spital Zollikerberg – persönlich kennengelernt, besuchte sie im Mother & Child Health Hospital hier in Vientiane und kann das Projekt mit ganzen Herzen weiterempfehlen. Es gibt viele Hilfsprojekte hier, viele sind dubios, aber das Swiss Laos Hospital Project ist meines Erachtens eines das wirklich sinnvoll, durchdacht und effizient ist. Einige nennen Dr. Urs Lauper, den Gründer, den “Beatocello” von Laos. Da würde er sich wahrscheinlich vehement dagegen wehren, die Projekte sind auch ganz anders ausgerichtet: Beat Richner führt in Kambodscha die Spitäler und zahlt Gehälter mit den Spenden. Hier in Laos setzt das Team hauptsächlich auf Wissenstransfer, Ausbildung und Unterstützung. Aber der Vergleich zeigt, dass das Projekt geschätzt und als wichtig erachtet wird.

Viel mehr gibt es nicht zu sagen, ich bin nach den drei Texten ausgeschrieben. Das Team würde sich aber sicher über einen Like auf ihrer Facebook-Page freuen! Da gibts auch regelmässige Updates.

Aus dem MAZ-Tagebuch.

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